Martin Jürgens: Vom Eigensinn der Bilder

Essayistische und lyrische Suchbewegungen

Die großen Bilder der Vergangenheit sind mehr als Meisterwerke individueller Fähigkeiten und mehr als hoch verdichtete Zeugnisse vergangener Zeiten. Sie sind - zu unserm Glück - von einem Eigensinn, der bis in unsere Zeit virulent bleibt, indem er unsere Erfahrungen spiegelt, ihnen widerspricht oder ihnen weit voraus ist. Diesem Eigensinn nachzuspüren - sei es als Essay oder als lyrische Bildlegende - ist ein intellektuelles und sinnliches Vergnügen zugleich. Zur Sprache kommen dabei unter anderem Gemälde Rembrandts, Géricaults "Floß der Medusa" und Courbets "Ursprung der Welt" - und am Ende ein Bild, das man ums Verrecken nicht sehen will.

Martin Jürgens (geb. 1944) lebt als Autor in Berlin. Er promovierte über Robert Walser arbeitete an Theatern in Münster, Köln und Berlin als Regisseur. Seit 2006 schreibt er kontinuierlich Beiträge für KONKRET, u. a. monatlich eine lyrische Bildlegende, die 2015 als Buch erschienen: „Frau Merkel sieht auf ihrem Schuh ein Streifenhörnchen, das sich putzt".Zuletzt veröffnetlichte er die Gedichtbände „Liebesmüh. Prosa“ und „Herz an Zunge“ in der Edition Hammer & Veilchen.

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