Schloss Rosmersholm

nach Henrik Ibsen
„Man soll sich nicht ständig selbst betrügen, man muss wenigstens einmal im Leben der Wahrheit ins Gesicht sehen.“ (Anton Tschechow) — Es ist still im alten Herrenhaus Rosmersholm. Johannes Rosmer, kinderlos und verwitwet, bewohnt es als letzter Vertreter der Familie. Ein Geisterhaus: wenig Gegenwart, viel Geschichte, kaum Zukunft. Die Schatten der Vergangenheit hocken in den Ritzen und warten nur darauf, ihre Sprengkraft zu entfalten. Ein Spukschloss. Doch Rosmersholm könnte auch ein schöner, ein wunderbarer Ort sein, an dem Johannes Rosmer und Rebekka West ihre Liebe leben könnten, an dem die bösen Geister Ruhe geben, neue Gedanken gedacht werden können, an dem Aufbruchstimmung herrscht. Könnte. Aber die Mechanismen des Unglücks sind stark und die Kraft der Toten ist groß.

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Quelle: Kleines Haus
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