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"Bilder im Dunkeln - Höhlenkunst der Eiszeit" - Sonderausstellung

Freitag, 17. April 2026

10:00 Uhr

Ende: 17:00 Uhr

Deutsches Pferdemuseum

Holzmarkt 9

27283 Verden

Preis auf Anfrage

Beschreibung

Die Sonderausstellung „Bilder im Dunkeln“ im Deutschen Pferdemuseum führt die Museumsgäste 35.000 Jahre zurück in die Vergangenheit. In einer Zeit, in der Wildpferde, Mammuts und Wollnashörner durch Europa streiften und die Menschen im Schein von Fackeln lebten, entstanden tief im Inneren dunkler Höhlen die ersten großen Kunstwerke der Menschheit. Vom 17. April bis 25. Oktober 2026 bringt die eindrucksvoll inszenierte Sonderausstellung die faszinierende Welt der eiszeitlichen Höhlenkunst nach Verden und lässt die Epoche der Eiszeit lebendig werden.
Zwischen 35.000 und 12.000 Jahren vor heute lebten Jäger- und Sammlergemeinschaften in den eiszeitlichen Landschaften Europas. Sie schufen Schmuck, Schnitzereien, kleine Figuren und großformatige Wandbilder. Diese Höhlenmalereien der späten Altsteinzeit gehören zu den ältesten bekannten Kunstwerken der Menschheit. Dem Pferd kommt dabei eine besondere Rolle zu, denn schon damals war es das am häufigsten dargestellte Tier an den Höhlenwänden.
Grundlage der Ausstellung ist eine außergewöhnliche Fotosammlung aus dem Bestand des Neanderthal Museums. Auf der Suche nach Inspiration bereiste der Bühnenbildner und Fotograf Heinrich Wendel in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche eiszeitliche Höhlen in Frankreich und Spanien. In knapp 3.000 Fotografien dokumentierte er die Malereien an den Höhlenwänden. Damals wie heute sind diese bedeutenden Kunstwerke äußerst empfindlich und daher nur für wenige Menschen, meist Forschende, zugänglich. Heinrich Wendels Fotografien verbinden dokumentarische Präzision mit künstlerischem Blick. Seine eindrucksvollsten Aufnahmen sind in dieser Ausstellung großformatig zu erleben. Sie führen die Museumsgäste tief in verborgene Höhlen und zu den faszinierenden Bildwelten unserer Vorfahren.
Die Menschen der Altsteinzeit malten vor allem Tiere an die Höhlenwände, aber auch geheimnisvolle Zeichen und nur sehr selten Menschen. Neben den zahlreichen Pferdemotiven finden sich Zeichnungen von Wisenten, Auerochsen, Steinböcken, Mammuts, Hirschen und vielen weiteren Tierarten. Die Darstellungen sind eindrucksvolle Zeugnisse einer längst vergangenen Tierwelt.
Bis heute werfen die spektakulären Höhlenmalereien Fragen auf: Aus welchen Gründen brachten die Menschen ihre Zeichnungen tief im Inneren dunkler Höhlen an? Was bedeuten die Darstellungen? Waren es Heiligtümer, festgehaltene Mythen oder Dokumentationen von Ereignissen? Mit welchen Techniken entstanden die Bilder? Und wie erzeugten die Menschen zu der Zeit Licht? Die Sonderausstellung wird Einblicke in diese Rätsel der Höhlenkunst geben und aufzeigen, welche Erkenntnisse Forschende heute aus den Zeichnungen ziehen. Neben den großformatigen Fotografien bereichern Repliken von Kleinkunstobjekten, Audiodateien und auch ein Film die Präsentation.
Die im Neanderthal Museum in Mettmann entwickelte Sonderausstellung bietet ein ganz besonderes Besuchserlebnis. Denn der Ausstellungsraum ist fast vollständig abgedunkelt. Die Gäste werden also selbst zu Höhlenforschenden und erkunden die Bilder Schritt für Schritt im Licht ihrer mitgebrachten Taschenlampen oder Smartphones. Wer kein eigenes Licht dabei hat, kann am Museumsshop Taschenlampen erwerben.
Die Sonderausstellung „Bilder im Dunkeln – Höhlenkunst der Eiszeit“ ist bis zum 25.10.26 Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Mehr Infos zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter www.dpm-verden.de.

Veranstalter: Deutsches Pferdemuseum e.V.

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