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Zwei Märkte, fünf Gehminuten auseinander

Bremer Weihnachtsmarkt & Schlachte-Zauber

Zwischen Roland und Weser

Der eine Markt liegt vor einem Weltkulturerbe, der andere am Fluss. Bremen ist die einzige Stadt, die beides fußläufig anbietet.

Termin

23. November – 23. Dezember 2026

31 Tage

Eintritt

frei

auf beiden Märkten

Weihnachtsmarkt

Marktplatz, Domshof, Unser Lieben Frauen Kirchhof

Schlachte-Zauber

Weserpromenade Schlachte

Mittelaltermarkt

Zwischen beiden

5 Minuten zu Fuß

durch die Böttcherstraße

170

Stände Weihnachtsmarkt

auf drei Plätzen der Altstadt

31

Markttage

vom Montag nach Totensonntag bis zum 23. Dezember

2

Märkte

klassisch und mittelalterlich, fußläufig verbunden

2004

UNESCO-Welterbe

Rathaus und Roland — die Kulisse des Marktplatzes

0 €

Eintritt

beide Märkte, alle Tage

Das Fest

23. November - 23. Dezember 2026 · 31 Tage

Der Bremer Weihnachtsmarkt hat einen Vorteil, den kein Marketing erzeugen kann: seine Kulisse stand schon da. Rathaus, Roland und Dom rahmen den Marktplatz seit Jahrhunderten ein. Fünf Minuten weiter, an der Weser, läuft parallel der Schlachte-Zauber — Mittelaltermarkt mit Feuer, Fellen und Met. Zwei völlig verschiedene Feste, ein Spaziergang dazwischen.

Die meisten Weihnachtsmärkte müssen sich ihre Atmosphäre bauen. Bremen musste nur die Buden aufstellen. Der Marktplatz ist ein geschlossener Raum aus Rathaus, Roland, St.-Petri-Dom, Bürgerschaft und Schütting — eine Kulisse, die seit 2004 auf der Welterbeliste steht.

Dazu kommt der zweite Markt, der Bremen von jeder anderen Stadt unterscheidet: der Schlachte-Zauber an der Weserpromenade. Kein Glüh-, sondern Feuerwein, keine Lichterketten, sondern offene Feuerschalen; Handwerk, Gaukler, Met, Flammlachs. Wer vom Marktplatz kommt, wechselt in fünf Minuten das Jahrhundert.

Für Auswärtige heißt das: eine Anreise, zwei vollständig verschiedene Abende. Und weil beides in der Fußgängerzone liegt, braucht man dazwischen kein Verkehrsmittel.

Die Schauplätze

Marktplatz

Das Herzstück

Buden rund um den Roland, im Rücken das gotische Rathaus. Hier stehen die klassischen Stände: Glühwein, Gebrannte Mandeln, Schmalzbrot, Weihnachtsdeko. Zur blauen Stunde ist das der meistfotografierte Ort der Stadt — zu Recht.

UNESCO-Kulisse blaue Stunde am vollsten

Unser Lieben Frauen Kirchhof

Der ruhige Platz

Direkt hinter dem Rathaus, um die älteste Pfarrkirche der Stadt gelegt. Kunsthandwerk, kleinere Stände, weniger Durchgangsverkehr. Der Platz, an dem man tatsächlich reden kann.

Kunsthandwerk ruhiger Geschenke

Domshof

Weite und Kinderprogramm

Der großzügige Platz nördlich des Doms. Mehr Fläche, mehr Luft, Karussells und Angebote für Kinder. Wer mit Kinderwagen unterwegs ist, fängt hier an.

Kinder Platz zum Stehen Karussell

Schlachte-Zauber

Mittelaltermarkt an der Weser

Über einen Kilometer Weserpromenade in Fell, Holz und Feuerschein. Schmiede und Körbeflechter arbeiten vor Publikum, Gaukler und Feuerkünstler treten mehrfach am Abend auf, dazu Met, Flammlachs und Suppe aus dem Kessel. Deutlich wärmer im Ton als jede Lichterkette.

Feuershows Handwerk Met und Flammlachs am Fluss

Böttcherstraße

Der Weg dazwischen

Kein Markt, aber die schönste Verbindung: hundert Meter expressionistischer Backstein zwischen Marktplatz und Weser. Abends beleuchtet, und der eigentliche Grund, warum der Wechsel zwischen den beiden Märkten so gut funktioniert.

Architektur Glockenspiel 3 Minuten

Alle 31 Tage

leuchtet = etwas Besonderes, anklickbar

Mo 23 Auftakt
Di 24
Mi 25
Do 26
Fr 27
Sa 28
So 29 Andrang steigt
Mo 30
Di 1
Mi 2
Do 3
Fr 4
Sa 5
So 6 Familientag
Mo 7
Di 8
Mi 9
Do 10
Fr 11
Sa 12 Höhepunkt
So 13
Mo 14
Di 15
Mi 16
Do 17
Fr 18
Sa 19
So 20
Mo 21 Endspurt
Di 22
Mi 23 Schluss

Auftakt

23.11.

Montag

Eröffnung

Montag nach Totensonntag gehen beide Märkte auf. Die erste Woche ist die ruhigste des ganzen Zeitraums — für viele Bremer die beste.

Andrang steigt

29.11.

Sonntag

Erster Advent

Ab dem ersten Adventswochenende füllt sich der Marktplatz spürbar. Nachmittags ab 15 Uhr wird es eng.

Familientag

06.12.

Sonntag

Nikolaus

Sonntag, zweiter Advent und Nikolaus fallen zusammen. Der klassische Familientermin — voll, aber gut gelaunt.

Höhepunkt

12.12.

Samstag

Das volle Wochenende

Das dritte Adventswochenende ist erfahrungsgemäß das besucherstärkste. Wer Fotos ohne Menschenmenge will, kommt vormittags.

Endspurt

21.12.

Montag

Die letzten Tage

Montag bis Mittwoch vor Heiligabend: nach Feierabend voll, tagsüber angenehm. Letzte Chance auf Geschenke aus dem Kunsthandwerk.

Schluss

23.12.

Mittwoch

Letzter Markttag

Am 23. Dezember schließen beide Märkte. Über die Feiertage bleibt die Altstadt beleuchtet, aber die Buden sind weg.

Öffnungszeiten

Weihnachtsmarkt, täglich
ab dem Vormittag bis in den späten Abend
Freitag und Samstag
länger geöffnet als unter der Woche
Schlachte-Zauber
öffnet später, wirkt dafür abends am stärksten
23. Dezember
letzter Tag, früherer Schluss

Die genauen Zeiten legen die Veranstalter jährlich neu fest und unterscheiden sich zwischen Gastronomie und Verkaufsständen. Verbindlich ist die offizielle Seite der Stadt.

Was es kostet

Eintritt beide Märkte
0 €
Becher Glühwein
etwa 4–6 € zzgl. Pfand
Feuerzangenbowle
etwa 6–8 € zzgl. Pfand
Grünkohl mit Pinkel
etwa 9–13 €
Flammlachs am Schlachte-Zauber
etwa 8–12 €
Stück Bremer Klaben zum Mitnehmen
etwa 5–10 €
Realistisches Tagesbudget pro Person
25–50 €

Erfahrungswerte der letzten Jahre, keine offiziellen Preise. Als Größenordnung für die Planung.

Was man isst

Bremer Klaben

Das Bremer Weihnachtsgebäck schlechthin: schwerer Hefeteig mit Rosinen, Zitronat und Mandeln, deutlich dichter als Stollen. In Scheiben, gebuttert, dazu Kaffee.

Bremer Kluten

Pfefferminzstangen mit Schokoladenmantel. Sehen aus wie Deko, sind aber ernstgemeinte Süßware — und ein gutes Mitbringsel.

Grünkohl mit Pinkel

Norddeutschlands Winteressen: Grünkohl mit einer geräucherten Grützwurst. Wer Bremen im Dezember isst, isst das.

Feuerzangenbowle

Der brennende Zuckerhut über dem Kessel ist auf dem Marktplatz eine eigene Attraktion. Deutlich stärker als Glühwein — Menge im Blick behalten.

Flammlachs am Schlachte-Zauber

Am offenen Feuer an Brettern gegart, direkt an der Weser. Zusammen mit Met das Signaturgericht des mittelalterlichen Marktes.

Heiße Maronen und gebrannte Mandeln

Die Handwärmer des Abends. Maronen bekommt man längst nicht an jedem Stand — der Geruch führt zuverlässig hin.

Hinkommen

Mit der Bahn

Vom Gleis in fünfzehn Minuten auf den Marktplatz.

  • Bremen Hauptbahnhof, dann zu Fuß durch die Innenstadt oder zwei Stationen mit der Straßenbahn Richtung Altstadt.
  • Hamburg und Hannover liegen jeweils rund eine Stunde entfernt — Bremen funktioniert als Weihnachtsmarkt-Tagesziel ausgesprochen gut.
  • Am Wochenende ist die Rückfahrt gegen 21 Uhr am vollsten; eine Stunde früher oder später fährt es sich deutlich entspannter.

Straßenbahn

Die Altstadt ist Umsteigepunkt.

  • Domsheide und Obernstraße liegen beide unmittelbar am Markt — von dort sind es wenige Schritte.
  • Zur Schlachte läuft man von der Altstadt bequem durch die Böttcherstraße; ein eigenes Ticket lohnt sich dafür nicht.
  • Tagestickets rechnen sich meist ab der dritten Fahrt.

Mit dem Auto

Machbar, aber an Adventswochenenden zäh.

  • Die Innenstadt-Parkhäuser sind an den Adventssamstagen ab dem frühen Nachmittag regelmäßig voll.
  • Park and Ride am Stadtrand plus Straßenbahn ist an starken Tagen die schnellere Variante, nicht nur die günstigere.
  • Wer im Parkhaus steht, sollte den Rückweg nicht auf 20 Uhr legen — das ist die Stoßzeit der Ausfahrten.

Zu Fuß und mit dem Rad

Die eigentliche Bremer Lösung.

  • Beide Märkte liegen in der Fußgängerzone; zwischen Marktplatz und Schlachte sind es fünf Minuten.
  • Abstellbügel rund um die Altstadt sind an Adventswochenenden frühzeitig belegt — etwas Vorlauf einplanen.

Adresse

Bremer Marktplatz und Schlachte

Schlachte, 28195 Bremen

Offizielle Seite

Wetter und Kleidung

Bremer Dezember heißt null bis sechs Grad, Wind von der Weser und selten Schnee, dafür oft Nieselregen. An der Schlachte ist es spürbar kälter als auf dem windgeschützten Marktplatz — Mütze einpacken.

Ein Adventstag in Bremen

Der Ablauf, der beide Märkte im richtigen Licht erwischt: klassisch am Nachmittag, mittelalterlich am Abend.

  1. 11:00

    Ankunft und Altstadt

    Vom Hauptbahnhof zu Fuß in die Altstadt. Vormittags ist der Marktplatz noch begehbar und die Buden sind offen.

  2. 12:30

    Grünkohl oder Suppe

    Frühes Mittagessen auf dem Markt — ab 13 Uhr wird jede Sitzgelegenheit zur Verhandlungssache.

  3. 13:30

    Unser Lieben Frauen Kirchhof

    Der ruhige Platz hinter dem Rathaus. Hier findet man das Kunsthandwerk und die Geschenke, die es zu Hause nicht gibt.

  4. 14:30

    Schnoor und Böttcherstraße

    Zwei Viertel, die auch ohne Markt einen Besuch tragen. Zusammen etwa eine Stunde, mit Kaffeepause anderthalb.

  5. 16:00

    Blaue Stunde auf dem Marktplatz

    Im Dezember wird es gegen halb fünf dunkel. Die zwanzig Minuten davor sind das beste Licht des Tages — Rathausfassade gegen tiefblauen Himmel.

  6. 17:30

    Wechsel zum Schlachte-Zauber

    Durch die Böttcherstraße an die Weser. Ab hier bestimmt Feuerschein die Beleuchtung.

  7. 19:00

    Feuershow und Met

    Die Auftritte der Feuerkünstler verteilen sich über den Abend. Einmal am Programmaushang vorbeigehen lohnt sich.

  8. 21:00

    Rückweg

    Von der Schlachte zum Hauptbahnhof rund zwanzig Minuten zu Fuß oder wenige Minuten mit der Bahn.

Was Ortskundige wissen

Die blaue Stunde ist der Termin

Zwischen 16 und 17 Uhr steht die beleuchtete Rathausfassade vor noch blauem Himmel. Danach wird der Kontrast hart und die Fotos werden schlechter.

Die erste Woche ist die schönste

Alles steht, alles ist neu, und der Marktplatz ist noch nicht voll. Ab dem ersten Advent ändert sich das dauerhaft.

Vormittags einkaufen, abends bummeln

Kunsthandwerk sieht man vormittags in Ruhe an. Abends sieht man vor allem Rücken.

Beide Märkte an einem Abend

Der Wechsel vom Marktplatz zur Schlachte ist der eigentliche Trick dieser Stadt. Wer nur einen der beiden sieht, hat den halben Abend verschenkt.

Pfand auf Tassen einplanen

Jeder Stand hat eigene Becher. Wer die Tasse behalten will, hat ein Souvenir; wer sie zurückgibt, hat das Geld zurück.

Schuhe mit Profil

Kopfsteinpflaster, Nässe, gelegentlich Frost. Der Marktplatz ist schön, aber kein ebener Boden.

Mit Kindern

Der Bremer Weihnachtsmarkt ist ausgesprochen familientauglich — der Schlachte-Zauber mit seinen offenen Feuern verlangt etwas mehr Aufmerksamkeit.

  • ·Der Domshof ist der Platz für Kinder: mehr Fläche, Karussell, kürzere Wartezeiten als am Marktplatz.
  • ·Am Schlachte-Zauber brennen echte Feuerschalen. Mit kleinen Kindern an der Hand gehen und den Abstand zu Feuershows halten.
  • ·Kinderpunsch gibt es an praktisch jedem Stand — nachfragen lohnt, die Qualität schwankt.
  • ·Kinderwagen kommen am Marktplatz an Adventssamstagen kaum durch. Vormittags oder unter der Woche ist es deutlich einfacher.
  • ·Festen Treffpunkt ausmachen: der Roland ist das eindeutigste Wahrzeichen Deutschlands, den findet auch ein Zehnjähriger.

Barrierefreiheit

Die Altstadt ist kompakt und kurzwegig, das Kopfsteinpflaster aber anspruchsvoll. Die Wege selbst sind stufenlos.

  • ·Marktplatz und Domshof sind stufenlos erreichbar, der Untergrund ist historisches Pflaster.
  • ·Die Schlachte ist eben und breit — der angenehmere Belag von beiden Märkten.
  • ·Barrierefreie Toiletten gibt es in der Altstadt und rund um die Schlachte.
  • ·Die Straßenbahnhaltestellen Domsheide und Obernstraße liegen unmittelbar am Markt.
  • ·Unter der Woche vormittags ist das Gedränge so gering, dass Rollstuhl und Rollator gut durchkommen.

Regeln vor Ort

  • ·Beide Märkte liegen in der Fußgängerzone; Zufahrt ist während der Öffnungszeiten gesperrt.
  • ·Am Schlachte-Zauber brennen offene Feuer — Abstand halten, besonders mit Kindern und Hunden.
  • ·Hunde sind erlaubt, im Adventsgedränge aber selten eine gute Idee.
  • ·Pfandbecher gehören zum Stand zurück, an dem man sie geholt hat.
  • ·Taschendiebstahl ist in jedem Gedränge ein Thema. Wertsachen nach vorn.

Sprachkunde

Klaben
Bremer Weihnachtsgebäck aus schwerem Hefeteig mit Rosinen und Zitronat. Dichter und buttriger als Stollen.
Kluten
Pfefferminzstangen im Schokoladenmantel — eine Bremer Spezialität, die es sonst kaum gibt.
Schlachte
Die Weserpromenade. Der Name kommt vom Einschlagen der Uferpfähle, nicht vom Schlachten.
Pinkel
Geräucherte Grützwurst, die zum Grünkohl gehört. Ohne sie ist es nur Gemüse.
Roland
Die Steinfigur auf dem Marktplatz, 1404 aufgestellt, Symbol der Stadtfreiheit und seit 2004 Welterbe.
Schnoor
Das älteste Viertel Bremens. Der Name bedeutet „Schnur“ — die Gassen liegen aneinandergereiht wie Perlen.

Wie es dazu kam

1404

Der Roland wird auf dem Marktplatz aufgestellt — als steinernes Zeichen der Marktfreiheit. Genau davor stehen heute die Buden.

1405–1409

Das gotische Rathaus entsteht. Seine Fassade ist bis heute die Rücklehne des gesamten Weihnachtsmarkts.

Um 2000

Der Schlachte-Zauber kommt als mittelalterlicher Gegenentwurf an die Weserpromenade — und wird schnell zum zweiten Standbein des Bremer Advents.

2004

Rathaus und Roland werden UNESCO-Welterbe. Der Bremer Weihnachtsmarkt ist seitdem einer der wenigen, die vor einem Welterbe stattfinden.

Heute

Rund 170 Stände auf drei Plätzen, dazu über einen Kilometer Mittelaltermarkt am Fluss — 31 Tage lang, ohne Eintritt.

Drumherum

Schnoorviertel

Das älteste Quartier Bremens, im Dezember beleuchtet und voller kleiner Läden. Fünf Minuten vom Marktplatz.

St.-Petri-Dom

Direkt am Markt, Eintritt frei. Der ruhigste Ort im Umkreis von hundert Metern — und im Advent oft mit Musik.

Die Bremer Stadtmusikanten

An der Westseite des Rathauses. Die Vorderbeine des Esels anfassen, sagt man — Schlange gehört dazu.

Kunsthalle Bremen

Am Wall, zehn Gehminuten. Der Plan für den Nachmittag, wenn der Regen waagerecht kommt.

Überseestadt

Das umgebaute Hafenquartier flussabwärts. Für alle, die nach zwei Weihnachtsmärkten etwas komplett anderes brauchen.

Häufige Fragen

Kostet der Bremer Weihnachtsmarkt Eintritt? +

Nein, weder der Weihnachtsmarkt in der Altstadt noch der Schlachte-Zauber an der Weser. Bezahlt wird nur an den Ständen.

Was ist der Schlachte-Zauber? +

Ein mittelalterlich gestalteter Markt auf der Weserpromenade, parallel zum klassischen Weihnachtsmarkt. Handwerk, Feuershows, Met und Flammlachs statt Lichterketten und Glühwein — fünf Gehminuten vom Marktplatz entfernt.

Kann man beide Märkte an einem Abend schaffen? +

Ja, und genau so ist es gedacht. Der Weg führt durch die Böttcherstraße und dauert keine fünf Minuten. Empfehlenswert: Marktplatz zur blauen Stunde, Schlachte-Zauber danach.

Wann ist am wenigsten los? +

In der ersten Woche vor dem ersten Advent und generell unter der Woche vormittags. Am vollsten sind die Adventssamstage zwischen 15 und 20 Uhr.

Lohnt sich Bremen als Tagesausflug zum Weihnachtsmarkt? +

Aus Hamburg, Hannover oder Oldenburg deutlich: eine Stunde oder weniger Fahrt, beide Märkte fußläufig, dazu Altstadt und Schnoor. Ankunft am Vormittag, Rückfahrt gegen 21 Uhr ist ein voller Tag.

Was sollte man in Bremen unbedingt probieren? +

Bremer Klaben, Grünkohl mit Pinkel und — am Schlachte-Zauber — Flammlachs mit Met. Als Mitbringsel eignen sich Bremer Kluten.

Ist der Weihnachtsmarkt barrierefrei? +

Die Wege sind stufenlos und kurz, der Marktplatz hat allerdings historisches Kopfsteinpflaster. Die Schlachte ist der ebenere und damit angenehmere Teil.

Bis wann ist geöffnet? +

Beide Märkte enden am 23. Dezember. Die täglichen Zeiten legen die Veranstalter jährlich fest; freitags und samstags ist länger geöffnet.