Die Bagage
Mittwoch, 25. Februar 2026
19:30 Uhr
Preis auf Anfrage
Kunst & Kultur
Lesung
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(2 weitere Termine)Beschreibung
Selten ist die Familie ein Segen, oft genug ist sie eher eine Last. Durch die Herkunft wird einem etwas aufgebürdet, woran man ein Leben lang trägt. Wohl kein anderes Wort als das Nomen «Bagage» (franz. Gepäck) vermag dies besser auszudrücken. Herkunft, das sind immer auch die Vorfahren, die man als «Familiengepäck» mit sich herumträgt und nicht immer gelingt es, sich von dieser Last zu befreien, das Gepäck abwerfen zu wollen. Seine Herkunft wird man nicht los. Auf die Spurensuche der eigenen Herkunft hat sich Monika Helfer in dem autobiografischen Roman begeben, in dem sie auch ihren Urgroßvater erwähnt, der sich in einem österreichischen Bergdorf als Träger verdingte und den Bauern die Heuballen in die Scheunen trug. Der Roman ist ihrer Familie gewidmet: «für meine Bagage». Die Autorin erzählt zunächst von ihrer Großmutter Maria, einer «überirdisch schönen Frau», wie es im Roman heißt, und ihrem Großvater Josef, der, wie erzählt wird, ein fesches Mannsbild war. Marias Schönheit weckt bei den Männern des Dorfes Begehrlichkeiten. Aber sie dürfen nur von ihr träumen, denn Josef ist nicht nur ein fescher, sondern auch ein stattlicher Mann, der im Dorf gefürchtet wird. Das ändert sich, als Josef einberufen wird und als Soldat im Ersten Weltkrieg dienen muss. Von Marias Schönheit werden zwei Männer magisch angezogen. Neben Georg, dem aus Hannover stammenden Fremden, der Maria zu gefallen weiß, wird sie von Gottfried Fink bedrängt, dem Dorfbürgermeister, der – so war es zwischen F