Ererbte Wunden
Transgenerationale Weitergabe von Kriegstraumata
Montag, 09. März 2026
15:00 Uhr
Ende: 09:30 Uhr
340,00 - 400,00 €
Messe & Kongress
Vortrag
KI-klassifiziert (hohe Konfidenz)
Beschreibung
Schon seit längerem weiß die Traumaforschung: Unsere Vorfahren, zwischen 1929 und 1945 geboren, haben ihre nicht verarbeiteten Kriegstraumata und deren Folgeschäden an ihre Nachfahren, die sogenannten Kriegsenkel und Kriegsurenkel, weitergegeben.
Ihr eigenes Erleben stand lange im Schatten der Schuld und der Frage der Verantwortung ihrer Eltern und Großeltern. Es wurde überdeckt vom Aufbauwillen und Wirtschaftswunder. Und es war schmerzhaft, lästig, unfassbar, komplex. So brauchte es fast ein ganzes Menschenleben, bis die Erlebnisse der Kriegskinder des Zweiten Weltkrieges und das, was sie unverarbeitet wiederum an ihre Kinder weitergegeben haben, öffentlich zum Thema wurde. Deutlich wurde: Nazi-Erziehung, Krieg, Flucht und Vertreibung haben in vielen Familien stärkere Nachwirkungen hinterlassen, als uns oft bewusst ist. Es war noch bis vor kurzem ein ungewohnter Gedanke, die eigenen Leiden und Schwierigkeiten könnten als Ursache die nicht verarbeiteten Kriegserschütterungen der Eltern oder Großeltern haben. Besonders die Kinder des letzten Krieges haben gelernt, über ihre traumatischen Erfahrungen besser zu schweigen. Damit haben sie das Verdrängen als einziges Mittel des Umgangs praktiziert.
Inhalte u.a.:
Veranstalter: Evangelisches Bildungswerk Bremen