Live Stream: Leben wir in einem Land, in dem für reiche Menschen andere Regeln gelten?

Im Anschluss der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, sich von Anne Brorhilker ihr Buch signieren zu lassen.

Sonntag, 01. März 2026

11:00 Uhr

Theater Bremen

Kleines Haus

Goetheplatz 1

28203 Bremen

Preis auf Anfrage

Kunst & Kultur

Literatur

KI-klassifiziert (hohe Konfidenz)

Beschreibung

Leben wir in einem Land, in dem für reiche Menschen andere Regeln gelten? Diese Frage drängt sich auf, wenn Anne Brorhilker, Vorständin der Bürgerbewegung Finanzwende und Bestseller-Autorin, über ihre Jahre als leitende Ermittlerin gegen Cum-Ex-Akteure berichtet. In ihrem Buch „Cum/Ex, Milliarden und Moral“ beschreibt sie eindrücklich das System, das Milliardenverluste für die Allgemeinheit und enorme Gewinne für wenige ermöglichte – und längst kein Einzelfall ist. Brorhilker erzählt eindrücklich, wie finanzstarke Akteure strukturelle Schwächen ausnutzen, wie mühsam es ist, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, und warum sie schließlich die Justiz verließ, um in der Zivilgesellschaft für Aufklärung und Gemeinwohl zu streiten. Und nicht nur im Strafrecht werden Menschen, die ohnehin schon viel besitzen, anders behandelt. Daniel Mittler, ebenfalls im Vorstand von Finanzwende, richtet den Blick auf das deutsche Steuersystem: großzügige Ausnahmen für große Vermögen, Privilegien bei Erbschaften und Subventionen, die fast ausschließlich Superreichen zugutekommen. Jährlich entgehen dem Staat dadurch weitere Milliarden – Mittel, die für öffentliche Aufgaben fehlen, während die Kluft zwischen denen, die viel haben, und denen, die kaum etwas erben oder besitzen, weiter wächst. So entsteht auf verschiedenen Ebenen ein verheerendes Ungleichgewicht. Wenn Einfluss und Vermögen über den Zugang zu Gerechtigkeit entscheiden, wenn Regeln im Steuer- wie im Rechtssystem nicht für alle gleichermaßen gelten, geraten Rechtsstaat und demokratische Teilhabe unter Druck. Die Veranstaltung eröffnet den Raum, darüber zu sprechen, wie Fairness, Transparenz und Gleichheit gestärkt werden können – und was es braucht, damit Institutionen wieder das Versprechen einlösen, für alle da zu sein.