Marie-Antoinette oder Kuchen für alle!
Freitag, 10. April 2026
19:30 Uhr
Preis auf Anfrage
Kunst & Kultur
Theater
KI-klassifiziert (hohe Konfidenz)
Weitere Termine
(5 weitere Termine)Beschreibung
Im Feudalismus war der König ein absoluter Herrscher von Gottes Gnaden. Der Adel beherrschte die Gerichte und der Klerus hatte uneingeschränkte Macht. Alle anderen, vom gebildeten Wissenschaftler bis zum analphabetischen Tagelöhner, hatten keinerlei politische Rechte. Selbstständige konnten sich nur durch persönliche Finanzkraft einen beschränkten Freiraum erkämpfen, Bauern mussten ein Siebtel ihrer Ernte an den Adel abtreten, wohlhabende Städter zahlten Steuern an König und Kirche – und das obwohl alle zusammen ca. 98% der Bevölkerung ausmachten. So ungerecht dieses System war, es sorgte für eine gewisse Stabilität, solange hauptsächlich Sachwirtschaft und Tauschhandel dominierten und die hohe Bildung einigen wenigen vorbehalten war. Mit der Ausbreitung einer frühkapitalistischen Finanzwirtschaft, höherem Wohlstand in den Städten und damit einer höheren Bildung breiterer Schichten, verschoben sich die tektonischen Verhältnisse der Gesellschaft. Einerseits konnte man sich jetzt verschulden, was zu größeren Abhängigkeiten führte. Andererseits hatten mehr Menschen Zugang zu Bildung und waren so in der Lage, das System an sich zu durchschauen und in Frage zu stellen. Die Verschiebung der finanziellen Verhältnisse hin zu großem Reichtum in den Städten und vermehrter Armut auf dem Land führte zu massiven Steuerausfällen in der Kasse des Königshofs. Dem gegenüber standen horrende Ausgaben eines aufgeblähten Hofstaats und steigende Kosten für das Militär. Der Hof in Versailles brauc