Queer Schreiben – Gegen die Norm!
Mit Jutta Reichelt im Rahmen des Festivals queer.lit!
Sonntag, 29. März 2026
13:00 Uhr
Preis auf Anfrage
Kunst & Kultur
Literatur
KI-klassifiziert (hohe Konfidenz)
Beschreibung
Weit mehr als vielen bewusst ist, schränken uns oft „unsichtbare“ normative Vorstellungen ein. Das gilt für das „richtige Leben“ (Heteronormativität), wie auch für das „richtige Schreiben“.
Die vier offenen Termine von Queer Schreiben: Gegen die Norm! (29.3., 7.6., 23.8. und 25.10., jeweils 13–17 Uhr) sind eine Einladung, diese Normen und Konventionen schreibend in Frage zu stellen, zu unterlaufen und dadurch Schreiben als selbstermächtigende und widerständige Ausdrucksmöglichkeit kennenzulernen. Es besteht die Möglichkeit, an einem queeren Alphabet zu schreiben („Queer von A-Z“) oder schreibend anderen (auch eigenen!) Impulsen nachzugehen. Neben und nach dem Schreiben besteht die Gelegenheit zum Austausch und Vorlesen, für Fragen und Support. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich von der Weserburg selbst inspirieren zu lassen – bis hin zu den Werken der Sammlungsausstellung So wie wir sind, von Murat Önens Moving Pile under the Blue Sky (2022) zu Zoe Leonards queerpolitischen Manifest: I want a president (1992).
Die vier offenen Werkstatttermine werden geleitet von der queeren Bremer Autorin Jutta Reichelt (www.juttareichelt.com) und richten sich an alle queeren Personen, unabhängig von Herkunft oder Schreiberfahrung. Alle, die Lust aufs Schreiben und auf Austausch in der Gruppe haben, sind herzlich willkommen! Man kann an einem oder an mehreren Terminen ohne vorherige Anmeldung teilnehmen.
Jutta Reichelt (*1967) lebt als Schriftstellerin und Geschichtenanstifterin in Bremen. Sie schreibt Romane, Erzählungen, literarische Essays, bloggt Über das Schreiben von Geschichten und leitet Schreibwerkstätten. Ihre Texte wurden mehrfach ausgezeichnet, bereits 2001 erhielt sie den Würth-Preis der Tübinger Poetik-Dozentur, zu dem Herta Müller die Laudatio hielt. 2015 erschien der Roman Wiederholte Verdächtigungen bei Klöpfer & Meyer (Tübingen), 2020 der literarische Portraitband Blaumeier oder der Möglichkeitssinn (Bremen). Für die Arbeit an Mein Leben war nicht, wie es war erhielt sie 2020 das Literatur-Projektstipendium des Bremer Senators für Kultur. Der Roman ist 2024 beim Kröner Verlag erschienen.
Eine Kooperation des Literaturhaus Bremen, der Weserburg Museum für moderne Kunst, von Queeraspora e.V., der Stadtbibliothek Bremen und des Rat&Tat–Zentrum für queeres Leben.
Abb.: Jutta Reichelt, Foto: Dorothea Salzmann-Schimkus