Raquel Lima & Kiyémis

Mittwoch, 17. Juni 2026

19:00 Uhr

Schwankhalle

Buntentorsteinweg 112/116

28203 Bremen

Preis auf Anfrage

Kunst & Kultur

Literatur

KI-klassifiziert (hohe Konfidenz)

Beschreibung

Kiyémis
Kiyémis ist Schriftstellerin, Dichterin und Afro-Feministin, deren Werk sich mit Freude als politischem Akt und Heilung als Lebensweise auseinandersetzt. Für ihren Debüt-Roman »Et, refleurir« wurde sie mit dem Régine-­Deforges-­Preis 2024 ausgezeichnet. Außerdem publizierte sie die Sammlung »À nos humanités révoltées«, die Anthologie »Pour la joie« (Les Liens qui Libèrent) und den Essay »Je suis votre pire cauchemar«, der Schönheitsideale und die Erwartungen an schwarze Frauen hinterfragt.
Kiyémis gehört zu einer Generation von Schriftsteller*innen afrikanischer Herkunft, die Körper, Erinnerung und Fürsorge durch eine Stimme verbinden, die zugleich radikal und strahlend ist. Als gefragte Gastautorin zahlreicher Kulturinstitutionen in Frankreich und im Ausland – vom Palais de Tokyo bis zur Gaîté Lyrique, vom Palais des Beaux-Arts in Brüssel (Bozar) bis nach Genf – entwickelt Kiyémis ein transdisziplinäres poetisches Werk an der Schnittstelle von Literatur, schwarzem Feminismus und bildender Kunst. Zudem leitet sie Schreibworkshops zur lustvollen Weitergabe und Wiederaneignung von Sprache und zur Auseinandersetzung mit der kreativen Kraft weiblicher Stimmen.
Raquel Lima
Raquel Lima ist Dichterin, Kunstpädagogin, Performerin, Essayistin, Kuratorin und trans­disziplinäre Künstlerin. Sie hat einen Abschluss in Kunst­wissenschaften und promoviert derzeit im Fachbereich Postkoloniale Studien. Ihre Forschung konzentriert sich auf Oratur, Sklaverei und afrodiasporische Bewegungen. Sie war Mitorganisatorin der Konferenz »Afroeuropeans: Black In/Visibilities Contested« (ISCTE, 2019) und Mitherausgeberin des Buches »Afroeuropeans: Identities, Racism, and Resistances« (Routledge, 2025). Raquel Lima hat ihre wissenschaftlichen Arbeiten auf verschiedenen internationalen Konferenzen vorgestellt, darunter »Authoring Human Rights in West Africa and beyond: Expressions of slavery in Literature and the Arts« an der University of Cape Coast in Ghana (2023) und »Decolonial Remains: Scrutinizing African Studies in Africa and the Unfinished Business of Decolonization“« an der University of Ibadan in Nigeria (2022). Im Jahr 2022 wurde sie als Rednerin zur Veranstaltung »Loophole of Retreat« auf der Biennale in Venedig eingeladen, als Hauptrednerin zur Eröffnungssitzung des Weltfrauenkongresses in Mosambik sowie zur Veranstaltung »Literature Talk: Poets from Black Europe« im BOZAR in Belgien. Im Jahr 2023 wurde sie zur 35. Biennale von São Paulo eingeladen, kuratierte die Konferenz »Reformulating Authority and Authorship in the Arts« in Lissabon und wurde von der jährlichen Power List des Bantumen-­Magazins zu einer der 100 einflussreichsten schwarzen Persönlichkeiten im portugiesisch­sprachigen Raum gewählt.
Die Veranstaltung ist Teil der Konferenz »Navigating Afro-Knowledges. Exploring Practices and Theories in Digital Diaspora Studies«, organisiert im Rahmen des des ERC Starting Grant Project Afroeurope & Cyberspace (Universität Bremen), durchgeführt von Francesca Aiuti, Julia Borst, Ximena Cervantes Englerth, Merveilles Mouloungui und Nelson Sindze Wembe.