Ukrainische Lyrik in Zeiten des Krieges
Nichts wird mehr so sein wie früher.
Donnerstag, 26. Februar 2026
19:30 Uhr
15,00 - 18,00 €
Kunst & Kultur
Lesung
KI-klassifiziert (hohe Konfidenz)
Beschreibung
Nach dem 24. Februar 2024 klang Poesie irgendwie unangebracht. Es schien, als hätten Gedichte in dieser Zeit, in dieser Wirklichkeit etwas Fragwürdiges bekommen.
Doch dann waren ein paar Monate seit dem Beginn des großen Krieges vergangen – und allmählich kam die Sprache zurück. Sie musste etwas Neuem, etwas Wichtigem Klang verleihen, sie musste einen Ausweg finden.
Die Sprache hat sich als stark genug erwiesen, das Schweigen zu überwinden.
Serhij Zhadan
Die ukrainische Dichtung trifft ins Mark und lässt uns das, was sie erzählt, körperlich spüren. Ukrainische Dichter:innen sind heute allerdings nicht nur literarisch aktiv. Manche sind direkt im Frontgebiet mit Hilfsaktionen im Einsatz und riskieren dabei ihr Leben. Einige kommen nicht zurück.
Darunter auch die Dichterin Victoria Amelina, deren Stimme hier zum Ausdruck kommt.
Anlass der Lesung ist die Neuerscheinung des Gedichtbands „Chronik des eigenen Atems“ von Friedenspreisträger Serhij Zhadan. Aber auch neben ihm entfaltet sich das große sprachliche Vermögen einer Generation von ukrainischen Dichter:innen, die durch den Krieg geprägt worden sind.
Jan Uplegger, Lesung
Viktoria Leléka, Klangräume und Gesang
Viktoria Leléka ist eine Komponistin, Sängerin, Gründerin der Band LELÉKA, die seit 2016 traditionelle und zeitgenössische Musik verbindet. Viktoria komponiert für verschiedene Instrumentalbesetzungen, produziert und experimentiert mit elektronischer Musik. Zur Zeit ist sie auf der ukrainischen Shortlist für den Eurovision Songcontest.
www.leleka.de
Jan Uplegger lebt als freischaffender Schauspieler, Sprecher und Theatermacher in Berlin und Leipzig. Sein Schwerpunkt liegt in der Umsetzung von zeithistorischen Stoffen für die Bühne. Daneben ist er als Sprecher für den Deutschlandfunk und in zahlreichen Hörbüchern zu hören. Seit dem russischen Angriffskrieg beschäftigt er sich intensiv mit der ukrainischen Literatur, um sie in unterschiedlichen Formaten dem deutschen Publikum zu erschließen.
www.stimmenderukraine.de
www.januplegger.de