Di 6 Okt

Kunst & Kultur

Dienstag, 06. Oktober 2026

18:00 Uhr · Ende 20:00 Uhr

Das tiefste Blau

Preis der ökumenischen Jury bei der Berlinale 2025 O último azul – BR/MX/CL/NL 2025, Regie: Gabriel Mascaro, mit Denise Weinberg, Rodrigo Santoro, 87 Min., OmU

Kino City 46

Birkenstraße 1, 28195 Bremen

Preis auf Anfrage

Beschreibung

mit Einführung: Ingeborg Mehser, AK Kirche & Kino
TICKETS
TRAILER
Brasilien: Als die 77-jährige Tereza an ihrem letzten Arbeitstag nach Hause kommt, findet sie zu ihrer Überraschung einen Plastikkranz an ihrer Tür. Damit nicht genug, wird ihr bei einer Feier eine Medaille überreicht, denn sie wäre aufgrund ihres hohen Alters nun ein „lebendiges Nationalheiligtum”. Es wäre nun an der Zeit, die Füße hochzulegen und ihren Ruhestand zu genießen. Was zunächst wie eine Ehrung älterer Mitmenschen erscheint, hat jedoch einen anderen Grund. Die brasilianische Regierung bringt ältere Menschen, die „nicht mehr produktiv” sind, in sogenannte Seniorenkolonien – und es heißt, von da wäre noch nie jemand zurückgekommen. Außerdem wird Tereza die Selbstständigkeit genommen, als ihrer Tochter die Vormundschaft übertragen wird. In einer Woche soll Tereza bereits umziehen. Doch sie ist noch lange nicht fertig mit ihrem Leben und macht sich heimlich auf den Weg in den Amazonas, um sich einen letzten Wunsch zu erfüllen. Gabriel Mascaros Film wurde unter anderem mit dem Silbernen Bären und dem Preis der Ökumenischen Jury der diesjährigen Berlinale ausgezeichnet.
Dieses Vermögen, eine sehr spezifische und konzentrierte Geschichte zu erzählen und dabei dennoch weit über sich selbst hinauszuweisen, macht The Blue Trail inmitten all des überengagierten Weltverbesserungskinos auf der einen und des therapeutischen Innerlichkeitskinos auf der anderen Seite zu einer der schillerndsten Perlen im bisherigen Berlinale-Wettbewerbsjahrgang. (Katrin Doerksen, www.kino-zeit.de)
Eine poetische, teils unwirkliche Note durchzieht den Film mit Beginn der Reise Terezas auf dem Amazonas. Hier gibt sich Mascaro in beachtlichen, entschleunigten Bildern ganz der malerischen Natur und bezaubernden Landschaften hin. Minutenlang ist kein Wort oder Dialog zu hören, gemeinsam mit Tereza und ihrem Bootsführer schweben wir über das Wasser. Währenddessen dominiert die traumartige, eine mystische Aura verströmende Musik des Komponisten Memo Guerra, die die Imagination befeuert. Sie unterstützt die Handlung von der ersten Minute an und überträgt die Emotionen Terezas auf die Tonspur. (Björn Schneider, www.programmkino.de)
Der brasilianische Regisseur Gabriel Mascaro und seine wunderbare Hauptdarstellerin Denise Weinberg, in Brasilien bisher als Theaterdarstellerin bekannt, gehen mit uns auf eine magische Reise ins Herz der Menschlichkeit, nicht der Finsternis. Ein in jeder Minute überraschendes, großartig fotografiertes Roadmovie über die zweite Chance im Alter, die man sich selbst schaffen muss. Für diesen Publikumsliebling gab es den Silbernen Bären der Berlinale 2025, den Grand Prix de Jury, also den zweitwichtigsten Preis. (Knut Elstermann, www.radioeins.de)
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Birkenstraße 1
28195 Bremen

Details

Veranstalter
Arbeitskreis Kirche und Kino
Rubrik
Kunst & Kultur · Film KI-klassifiziert (hohe Konfidenz)
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