Bremer Geschichten gegen das Vergessen

St. Stephani (Bremen) (Archivfoto) Foto: Ulamm / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Bremer Geschichten gegen das Vergessen

30.10.2026 citybeat

Lesung, Stolperstein-Rundgang und Vorträge: Bei „Schalom Bremen“ geht es um jüdische Schicksale in der NS-Zeit und den Umgang mit Antisemitismus heute.

Am 1. November erzählt „Rachel erzählt“ in der Kulturkirche St. Stephani von Bremen im Jahr 1941 und der Deportation nach Minsk – aus dem Blickwinkel eines jüdischen Mädchens. Klaviermusik, Bilder und historische Dokumente begleiten die Geschichte aus dem Stephaniviertel. Die Veranstaltung gehört zu den Aktionswochen „Schalom Bremen“, an denen sich die Bremische Evangelische Kirche beteiligt.

Am 8. November von 15 bis 17 Uhr führt ein Rundgang zu Stolpersteinen in der Nachbarschaft der ESG. Die Teilnehmer reinigen die Steine; Kornelia Renemann vom Initiativkreis Stolpersteine erläutert die Lebensgeschichten dahinter. Putzmaterial wird bereitgestellt, Anmeldungen sind unter esg@kirche-bremen.de möglich.

Am 9. November ab 13 Uhr erinnert eine Andacht im forum Kirche, Hollerallee 75, an die Opfer der Verfolgung. Das Gebäude war 1938 die nordwestdeutsche SA-Zentrale, von der Befehle zu Gewalt und zur Zerstörung jüdischer Geschäfte ausgingen. In Alt-Aumund beginnt am selben Tag um 17 Uhr auf dem Jacob-Wolff-Platz das Gedenken an die zerstörte Synagoge.

Hermann Kuhn spricht am 11. November um 19.30 Uhr in der Kirchengemeinde St. Martini Lesum über Geschichte, Ursachen und heutige Formen des Antisemitismus. Am 13. November um 18 Uhr widmet sich Uta Halle im Gemeindesaal der Nikolaikirche Oslebshausen den Zwangslagern im Bremer Westen. Vor St. Stephani wird am 18. November um 10 Uhr ein Stolperstein für die Familie Ernst Moritz Abraham verlegt, die 85 Jahre zuvor nach Minsk deportiert wurde.

Quelle: Bremische Evangelische Kirche

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